Der Dualismus als Trost…

Mein Blog handelt ja vom Geist, vom Bewusstsein und vom Verschwinden desselben in seiner Auflösung durch das, was wir die Alzheimer-Krankheit nennen. Eine naheliegendere Wortwahl würde lauten: mich beschäftigt der wahrscheinlich zeitnahe Tod meines Freundes Constantin, sein Entschwinden, sein Zerfall.

Ironie! – Da beschäftigt man sich mit diesem langsamen Sterben, um bereit zu sein und zack: stirbt ein junger Mensch, plötzlich und völlig unerwartet und schon hängt man im dualistischen Körper-Seele-Netz, weil man Trost braucht, darum ringt, dass da etwas ist, das wir noch spüren von seiner Seele, von seinem Lachen, von seiner lebendigen Präsenz, auch wenn sein Körper zerschlagen ist und man zündet Kerzen an und hält an den Bildern  fest, den Erinnerungen, den Fotos, den Situationen…

Autor: Patrik Schedler

Philosoph, Kurator, Lehrer

1 Kommentar zu „Der Dualismus als Trost…“

  1. Lieber Patrick, Lieber Constantin,

    Erinnerung: zusammen mit Tom haben wir vor einiger Zeit Neujahr in Montreux gefeiert und sind dann beim Schloss Chillon spazieren gegangen. Da fand Constantin eine russische Kopeke am Boden. Es war einer dieser Zufälle. Wir können als Menschen den Zufall nicht denken, wir betten alles in eine Bedeutung ein. Niemand sieht sich als zufälliges Zusammentreffen einiger willkürlicher Eigenschaften und Ereignisse in seinem Leben. Und doch kann Gott sive Natura auch Würfeln. Wie spielt das alles zusammen? Ich habe mir einige Bücher von Searle bestellt und bin gespannt.
    21. Nov. 2016 Henriette

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